CDU schlägt Statusänderung bei Wald am „Eichköppel“ vor.

14.02.2021, 10:22 Uhr

LAUTERBACH. Neben den Haushaltsberatungen steht ein Änderungsantrag zu einer Magistratsvorlage den Stadtwald am Eichköppel betreffend auf der Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetensitzung, den die CDU aktuell für Mittwoch eingebracht hat. Die Stadtverordnetenversammlung der Kreisstadt Lauterbach soll demnach beschließen, im Zusammenhang mit dem Forsteinrichtungswerk den Stadtwald am Eichköppel bis auf einen kleinen Teil im Status „bewirtschafteter Wald“ zu belassen.

Der verbleibende Teil von ca. 3,7 Hektar am Eichköppel sowie die im Forsteinrichtungswerk geeigneten städtischen Waldflächen von somit insgesamt 28,3 Hektar sollen in Naturwald umgestuft und in geeignete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, so genannte Kompensationsmaßnahmen, umgestaltet werden. Zur Begründung erläutert der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Gunther Sachs, dass bei der jüngsten Ortsbegehung des städtischen Bau- und Planungsausschusses und Ausschuss für den ländlichen Raum (BPLA) am Eichköppel Mitte Januar übereinstimmend festgestellt sowie von Hessen Forst hervorgehoben wurde, dass sich durch eine normale Waldbewirtschaftung des Eichköppels die Situation nicht ergeben hätte, da die Verkehrswege innerhalb des Waldes im Zuge der regelmäßigen Durchforstung gesichert und gefährdende Bäume automatisch entnommen würden. Die o.g. 3,7 ha als Naturwald liegen nicht in Verkehrssicherungsbereichen und könnten dann somit nachhaltig dem Ziel für mehr Artenvielfalt gerecht werden. Da auf den genannten Naturwaldflächen eine positive Bewirtschaftung langfristig schwer zu erzielen ist, bietet es sich dort an, Naturwälder entstehen zu lassen. Dabei werden zahlreiche wichtige Ökosystemdienstleistungen (Bodenschutz, Trinkwasser, Klimaschutz, Hochwasserschutz, Erosionsschutz, Artenschutz, Erholung), die der Allgemeinheit zugutekommen, erbracht. Diese Maßnahmen bilden dann eine Basis für die zukünftige Stadtentwicklung Lauterbachs, z.B. für Wohn- und Gewerbebauflächen. Mit dieser Festlegung könne auf die vielfach geäußerte Kritik an den Sperrungen am Eichköppel wegen Windbruchgefahr und nicht geräumter Wege bei umgefallenen Bäumen reagiert werden, unterstreicht Sachs, der auch Vorsitzender des BPLA ist. Da bei der Begehung ebenfalls festgestellt wurde, dass Ruhebänke sowie Mülleimer bei den Bänken fehlen oder vorhandene Bänke in einem schlechten Zustand seien, solle der Magistrat beauftragt werden, eine Kostenermittlung für die Bereitstellung von Ruhebänken und Mülleimer sowie deren Pflege und Erhaltung entlang der Wege und Parkplätze um den Eichköppel sowie für weitere Wege oder Parkplätze in hoch frequentierten Naherholungsgebieten von Lauterbach durchzuführen. Dabei solle geprüft werden, ob Sponsoren etwa mit dem Stadtmarketingverein oder Fördermittel für die Anschaffung einzelner Bänke gefunden werden können und diese durch den städtischen Bauhof errichten zu lassen, erläutert Sachs abschließend.