CDU-Besuch: Viel getan, viel zu tun für Dorfleben in Wernges

Radweg nach Willofs gewünscht – Ortsumgehung B 254 gerne gesehen

04.08.2021, 08:25 Uhr
Gelungenes Beispiel für Engagement junger Menschen für das Dorfleben beim Besuch der Lauterbacher CDU: Der Bauwagen in Wernges wurde selbst attraktiv ausgebaut.
Gelungenes Beispiel für Engagement junger Menschen für das Dorfleben beim Besuch der Lauterbacher CDU: Der Bauwagen in Wernges wurde selbst attraktiv ausgebaut.

Er ist mit rund 200 Einwohnern ein eher kleiner Ortsteil der Kreisstadt Lauterbach und nicht nur durch seinen Segelflugplatz bekannt. Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung und der Parteivorstand trafen sich nun mit Bürgern, Ortsbeirat und Ortsvorsteher Thomas Bernges zum Ortsrundgang. 

 Die CDU besuche immer wieder auf ihrer Tour „Wo drückt der Schuh?“ die zehn Stadtteile der Kreisstadt, um gerade dort von den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Ortsbeiräten über Probleme informiert zu werden, betonte Fraktionsvorsitzender Felix Wohlfahrt zu Beginn.

Wernges leide wie alle Orte im ländlichen Raum unter Einwohnerschwund, auch vermehrten sich Leerstände, stellte Ortsvorsteher Bernges bei dem Rundgang mit etwa 30 Interessierten und Kommunalpolitikern heraus. Gleichwohl sei man in Wernges durchaus zufrieden, da man ein lebendiges Dorfleben habe. Um die Zukunftsfähigkeit des Dorfes zu erhalten, seien Investitionen in die Infrastruktur namentlich in den Ausbau digitaler Netze für vorhandene und zukünftige Betriebe sowie die Dorfbevölkerung sehr wichtig, betonte Bernges.

Die Verkehrssituation mit den drei Landstraßen nach Grebenau, Schlitz und nach Maar sei nicht immer einfach, wurde der CDU-Delegation unter Leitung von Fraktionschef Felix Wohlfahrt, Stadtverbandsvorsitzendem Uwe Meyer sowie den Magistratsmitgliedern Patricia Hammerl-Schönhals und Lothar Pietsch geschildert.

Durch die derzeitige baustellenbedingte Sperrung der Straße nach Maar sei die Lage aktuell besser geworden, da nun der überörtliche Lkw–Verkehr etwa zum Sägewerk nach Wallenrod wegfalle. Neben dem Wunsch nach einer Eindämmung des Pkw-Abkürzungsverkehres über die Straße Am Bernhardsberg führe letztlich nur der Bau der Ortsumfahrung Lauterbach-Wartenberg im Zuge der B 254 Fulda-Alsfeld zu einer dauerhaften Verkehrsentlastung für Wernges und Maar, stellte Bernges heraus. In Wernges seien sehr viele für die Umgehung. 

Grundsätzlich unterstütze man die Vorstellungen für ein Radverkehrskonzept der Stadt Lauterbach, das im Frühjahr im Ortsbeirat beraten wurde. Wichtig sei eine Verbindung in den Schlitzer Stadtteil Willofs, die aber nicht entlang viel befahrener Landstraßen führe solle. Sein Ortsvorsteherkollege Gerald Gottwald aus Willofs habe ihn im Vorfeld des CDU-Besuches gebeten, das Anliegen dort zu besprechen, erläuterte Bernges. Ein Weg durch den Wald zwischen Wernges und Willofs werde klar favorisiert. Wernges biete sich für einige weitere Radwege in die Nachbarorte an.

In Wernges sei die Dorfgemeinschaft weitestgehend intakt, auch wenn es keine Gaststätte mehr gebe. Für das zunehmend verfallene Gebäude der ehemaligen Wirtschaft müsse dringlich eine Lösung gefunden werden. Das Dorfgemeinschaftshaus werde nun im Küchenbereich renoviert und sei weiter wichtig als zentraler Punkt des Ortes. Der Kinderspielplatz in der Ortsmitte werden von Eltern mit ihren kleinen Kindern gerne besucht, auch von „Nicht-Werngesern“. Das Gerätehaus der Feuerwehr, die zusammen mit Maar den Löschzug Ost bildet, sei in gutem Zustand. Für junge Leute in Wernges gibt es mit dem oft genutzten Bauwagen einen „kulturellen Mittelpunkt“, wie der 21jährige Joshua Östreich, seit April CDU-Stadtverordneter und Ortsbeiratsmitglied, herausstellte. Die Stadtverwaltung habe das selbstorganisierte Bauwagenprojekt sehr aktiv unterstützt.

Ortsvorsteher Bernges und die anwesenden Bürgerinnen und Bürger gaben den Kommunalpolitikern noch einige große und kleine Wünsche mit auf den Weg, um die sich die Unionsvertreter kümmern wollen.